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Gesundheit
Es ist wichtig sich über die gesundheitlichen Risiken zu Informieren, bevor man nach Indien aufbricht. Bitte kontaktiere immer einen Arzt und bespreche Deine Pläne mit ihm. Weitere Informationen zum Thema Gesundheit findest Du hier: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen: Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A , bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B . Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging , Rucksacktourist u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut, Typhus, evtl. auch gegen Meningokokken-Meningitis (ACWY) und Japanische Encephalitis sehr sinnvoll sein. Insbesondere Tollwut stellt ein besonderes Problem dar, da moderne Impfstoffe gegen Tollwut im Notfall in Indien kaum verfügbar sind. Im Zweifel wird man daher immer eine vollständige prophylaktische Tollwutimpfung vor der Ausreise durchführen (3 Injektionen innerhalb von 4 Wochen), da Tollwut beim Ungeimpften eine 100 % tödliche Erkrankung ist. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus Ländern mit einem Gelbfiebergebiet verlangt, gelegentlich aber -abweichend- auch bei Einreise aus Südafrika, Simbabwe sowie aus Trinidad und Tobago.

HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen bergen ggf. ein erhebliches lebensgefährliches Risiko.

Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken können viele Tropen- und Infektionskrankheiten, wie auch gefährliche Durchfälle, vermieden werden.

Endemisches Vorkommen von Hepatitis E in Mumbai aufgrund wiederkehrender Verunreinigung des Trinkwassers erfordert besonders strikte Beachtung der Nahrungsmittelhygiene, da es gegen diese Art der ansteckenden Virushepatitis bisher keinen Impfstoff gibt.

Durch konsequenten Mückenschutz (Mückenschutzmittel, imprägniertes Mückennetz, bedeckende Kleidung) können auch weitere spezifische Tropen- und andere Infektionserkrankungen vermieden werden. Dazu zählen u.a. das Denguefieber und die Malaria . Auch epidemische Ausbrüche von Denguefieber sind in Indien, abhängig von Jahreszeiten, Regenfällen und Höhenlagen, immer wieder möglich. Das Malariarisiko ist in den Bundesstaaten im Nordosten hoch, mittleres Risiko im ganzen Land nördlich der Linie Chennai/Goa, geringes Risiko im Süden und Osten von Tamil Nadu, Kerala, Teilen von Uttar Pradesh, den Andamanen und Nikobaren. Höhenlagen oberhalb 2000 m sind malariafrei.

Für die medikamentöse Prophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. MalaroneR, Doxycyclin, LariamR) im Handel. Nicht alle Medikamente zur Prophylaxe und Therapie der Malaria sind in Indien erhältlich. Notwendigkeit, Auswahl, individuelle Dosierung, Nebenwirkungen und eventuelle Unverträglichkeiten der Malariamittel mit anderen Medikamenten sollten vor der Reise unbedingt mit einem Tropen- oder Reisemediziner besprochen werden

Die Höhenkrankheit ist eine durch zu raschen Aufstieg (zu rasch heißt: mehr als hundert Meter pro Tag!) ausgelöste, gefährliche Störung verschiedener Organe wie Gehirn, Lunge, Niere. Die Erkrankung kann auch gut Trainierte und Gesunde treffen sowie Personen, die früher große Höhen trotz schnellen Aufstiegs gut vertragen haben. Todesfälle sind im Himalaja leider nicht selten und immer ausgelöst durch höhentaktische Fehler. Rettung besteht in raschem Abstieg, der oft nicht möglich ist. Eingehende Beratung durch den Facharzt vor der Reise hierzu ist sehr sinnvoll. Prophylaktische Medikamente werden in anderen Ländern (nicht in D) zugelassen, bergen aber ebenfalls Risiken.

Zu beachten ist die Essensregel "Peel it, boil it or forget it! ".

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach - besonders auf dem Land und in kleinen und mittleren Städten - technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch sprechende Ärzte. In den Großstädten ist die medizinische Versorgungslage deutlich besser, z. T. mit hohem Standard. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Das Medikamentenangebot in Indien ist gut. Am besten gelagert sind die Medikamente in den Krankenhausapotheken. Spezifische Medikamente sollten mitgenommen werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Die Botschaft New Delhi und die Generalkonsulate in Chennai, Kalkutta und Mumbai verfügen für den Notfall über Ärzte- und Krankenhausadressen .

(Quelle: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laender/Indien.html )